Dialyse

Zur Abwechslung mal ein ernstes Thema- ok, ernster als Amputation kann es wohl kaum werden, aber ich versuche es einmal. Es geht um meine Dialyse.

Ich muss 3 mal pro Woche zur Dialyse. Jeweils 5,5 Stunden. Das klingt für die meisten Menschen extrem schlimm. Für mich auch. Dialyse war für mich der absolute Alptraum und obwohl sich meine Nierenwerte von Jahr zu Jahr verschlechterten (Danke Diabetes), habe ich das offensichtlich unvermeidbare verdrängt. Nicht wahrhaben wollen. Kein Scherz, ich habe umgeschaltet, wenn im Fernsehenden Dialyse die Rede war.

Ein Jahr habe ich dann mehr oder minder erfolglos in der Bauchfelldialyse festgehangen. Abgesehen vom therpeutischen Erfolg, erwiesen sich die Umstände für mich persönlich als Flop. Spätestens, als dadurch auch meine Söhne belastet wurden, musste ich zur klassischen Haemodialyse, also der „Blutwäsche“ wechseln.

Ich kann mich an meinen ersten Dialysetermin erinnern. Ich fühlte mich einsam und im Stich gelassen. Ich habe im Hausflur aus Verzweiflung geweint. Das hat sich zum Glück als völlig unbegründet erwiesen.

Abgesehen davon, dass mir die Behandlung körperlich spürbar gut tut, sehe ich das ganze wie eine Teilzeitstelle. 3 x die Woche, von 07:00 – 12:00 Uhr. Das ist im Vergleich zu meiner ehemaligen Arbeitszeit ein Witz. Den Rest der Woche habe ich frei. Und es geht mir gut.

Die Behandlung an sich, ich völlig schmerzfrei und in meinem besonderen Fall auch ohne Nadeln, denn ich habe aus verschiedenen Gründen einen Demerskatheter. Vielleicht blogge ich demnächst mehr von der Dialyse – ich weißlich, ob das jemanden interessiert? Bis demnächst, aus dem Dialysezentrum. 😉

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