Midlife Commodore Amiga Crises

Alte Liebe rostet nicht. Meine Freundin ist zu mir zurückgekehrt. Freundin heißt auf spanisch Amiga. Ende der 80er hieß es dann aber „der Amiga„. Aber der Reihe nach:

Commodore C64C

Im Mai 1987 war ich Teenager und stand gerne in den „Spielotheken“ vor den Arcade-Automaten wie OutRun oder Afterburner. Doch für diese Münz-Monster hatte ich nicht genug Ein- oder Zwei-Mark-Stücke auf Tasche. Zuhause stand ein Commodore C16 und der C64C. Beides klasse Spielendsten, aber halt nur mit 8-Bit-Grafik.

Mitte 1987 bin ich dann los nach Minden, in einen An-und Verkaufshop und habe meinen C64 verkauft (was ich heute bereue), meine Ausbildungsvergütung zusammengeklaubt und wurde stolzer Besitzer eines funkelnigelnagelneuen Amiga 500. Er hat mich ein paar Jahre meiner Jugend begleitet und mir unzählige Stunden Spaß bereitet.

Im Mai 1987 wurde auf der CeBit in Hannover der Commodore Amiga 500 vorgestellt und hat mich komplett geflasht. Der legitime Nachfolger des legendären C64, nur mit doppelt so viel Grafikpower und hat genau die Games aus den Spielhallen auf einem „Heimcomputer“ umgesetzt. Musste ich haben!

Commodore Amiga 500 – die zeitlose Schönheit

Ein paar Jahre später glaubte ich aber, es wäre eine gute Idee eben diesen Amiga zu Gunsten meines ersten PCs einzutauschen. Diese „Idee“ habe ich 34 Jahre lang bereut.

Im Mai 2021 habe ich mir dank Ebay einen Amiga zurück auf meinen Schreibtisch geholt. Dazu ein paar legendäre Compitition Pro. Jetzt gilt es, den alten Schatz am Leben zu halten, denn für 34 Jahre ist der nie konzipiert worden und die beste Software zu ersteigern. Mein Projekt für 2021.

Ich konnte meinen Söhnen schon die ersten Games vorführen: Lotus Esprit Turbo Challenge, Speedball 2, Xenon oder Cadaver. Ja, sie schauten mich ungläubig an…

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